ANGIYOK – Die Story zur räumlichen Gestaltung der Icebar

Ein ganzheitliches Raumerlebnis zu entwickeln und die Wahrnehmung des Menschen für den Raum zu sensibilisieren bildet einen elementaren Bereich meiner Arbeit.
Ich verstehe mich als Raumpilot, Architekt und Interior Designer und bin neben dieser beruflichen Tätigkeit als Dozent im 3D Design Modelling tätig.

Kurzum: iDlabs gestaltet Räume der besonderen Art.

Wie kamen wir dazu, mit Thilo J. von Beyme und seiner Firma, den Berliner Eiswelten, ein arktisches Erlebnis in Berlin räumlich zu entwickeln und zu realisieren?

Thilo und ich trafen uns 2016 bei einer Begehung der Gewerberäume der heutigen ANGIYOK Icebar in der Spandauerstraße.
Als Thilo vor mir stand und mir erzählte was er vorhabe, fragte ich ihn, wie er auf diese „coole“ und auch gewagte Idee gekommen sei.
Er antwortete mir wie folgt: „Bei 40 Grad im Schatten in Auckland. Dort habe ich ein Restaurant betrieben und gegenüber meines damaligen Restaurants standen dutzende Menschen in der Sonne in einer Schlage. Diese Menschen wollten alle in eine Eisbar gehen, obwohl diese räumlich-gestalterisch nicht besonders ausdrucksstark und nur ca. 15m2 groß gewesen ist. Da dachte ich mir, dies geht auch in Berlin. Wo sonst. Und so war die Idee geboren.“

Für mich war bei allen noch offenen Fragen das Eis geschmolzen und mein Interesse als Gestalter und Architekt geweckt.

Wir trafen uns in den folgenden Wochen mehrere Male und hatten den richtigen inhaltlichen und menschlichen Draht zueinander. So kamen schnell erste Ideen für die Gestaltung zustande – die ersten Ansätze für ein räumliches Konzept der ANGIYOK Location waren entwickelt.

Nach einigen weiteren Brainstormings und Gesprächen war es soweit: Thilo J. von Beyme, Geschäftsführer der Berliner Eiswelten GmbH und Dirk Müller, Architekt von iDlabs Studio, vereinbarten, die Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.

iDlabs wurde mit der Konzeption und der Betreuung der Realisierung der ANGIYOK – The Arctic Experience – The Icebar betraut.

Das Konzept der ANGIYOK Location sieht vor, die eisige Erlebniswelt und den warmen Loungebereich in eine einmalige Umgebung zu übertragen. Dazu entwickelten wir aus dem vorhandenen Raumangebot zwei Hauptbereiche: die ANGIYOK Lounge (warm, Zimmertemperatur) und die ANGIYOK Eiswelt (kühl, arktische Kälte).

Für die zwei Haupträume wurden Elemente der arktischen Regionen zum Leitbild. Räumlich, farblich und grafisch wurden die einzelnen Raumteile wie Wände, Stützen, Decken und Fußböden nach dem Leitbild arktisches Eis, Meer und Himmel gestaltet. Die Tresen-, Counter- und Garderobenbereiche sowie das Deckensegel wurden als abstrakt geformte Eisscholen und -berge ausgeführt. Entstanden sind zwei aufeinander bezogene Raumfolgen mit unterschiedlichen klimatischen Gegebenheiten.

Besucherweg:
Der Besucher betritt die ANGIYOK Icebar durch den Haupteingang an der Spandauerstraße. Dem Eingang gegenüberliegend befindet sich eine wandhohe Multimediascreen. Hier werden arktische Welten medial inszeniert.

Zur weiteren Orientierung dienen Hinweiszeichen. In der Lounge befindet sich links der Barbereich, rechts der Garderobencounter und der Zugang in die ANGIYOK Eiswelt.
Nach Betreten der Eisbar taucht der Besucher mit allen Sinnen in die faszinierende arktische Erlebniswelt ein. Zu sehen ist eine abstrakt gestaltete Eislandschaft mit Skulpturen der arktischen Bewohner. Die Inszenierung des Raumes mit unterschiedlichen Licht- und Soundeffekten runden das „eiskalte Erlebnis“ ab. An der Bar aus massiven Eisblöcken servieren Barkeeper erfrischende Cocktails in puren Eisgläsern.

Nach der Rückkehr in den warmen Loungebereich kann der Besucher sich multimedial unterhalten lassen und das Erlebnis entspannt reflektieren.

Als Architekt bin ich mit der Umsetzung des räumlichen Gestaltungskonzeptes glücklich und freue mich, Thilo bei der Realisierung seines Traumes gestalterisch begleitet haben zu können.
Stay cool!

Viel Spaß beim Entdecken.
Dirk Müller, Dipl. Ing Architekt/ Raumpilot.

Dirk Müller